Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie
Depression - Eine oft verleugnete Krankheit
Im Unterschied zu vorübergehenden Verstimmungen, die von Zeit zu Zeit nahezu jeden Menschen betreffen, sind bei einer Depression Niedergeschlagenheit, Interessenverlust und Freudlosigkeit als länger andauernde Symptome bemerkbar. Häufig werden sie von Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten begleitet, so dass Alltagsaktivitäten und berufliche Anforderungen zunehmend vernachlässigt werden. Dies führt beim Kranken zu Schuldgefühlen bis hin zu Selbstmordgedanken. Die Depression ist also eine schwerwiegende Erkrankung.
Angehörige wie Betroffene wollen sich eine psychische Krankheit häufig nicht eingestehen. Sie scheint ihnen mit dem Makel des Versagens oder gar des Absonderlichen behaftet. Das liegt nicht zu letzt daran, dass das Wissen über die Krankheit Depression immer noch sehr lückenhaft ist. Zudem ist eine Depression oftmals sowohl für den Kranken als auch für seine Familienmitglieder und Freunde unerklärlich. Wird eine klare Diagnostik und Therapieplanung durchgeführt, hat die Depression oft einen erfreulich günstigen Verlauf.




